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Eine Legende besagt; dass König Midas, der Besitzer eines großen Reichtums, alles besaß, außer eines Abkömmlings. Somit flehte er den Allmächtigen Tag und Nacht mit einem Kinerwunsch an. Die Zeit kam, wo er ein sehr hübsches Töchterlein bekam. Doch die Tochter des Königs, Namens Suna, leidete im jungfräulichen Alter an einer schlimmen Krankheit. Ihr ganzer Körper war mit Pocken bedeckt, welche von keinem Arzt geheilt werden konnten. Suna war von ihrem Leiden so sehr betroffen, das sie keinen anderen Ausweg fand, als zu fliehen. Sie nahm einen langen Weg vor sich, ging Berg ab und auf. Das hübsche Mädchen fand sich an den Grenzen des Eigentums ihres Vaters in der Nähe von Afyon wieder. Da es gerade Sommerzeit war, hatte Suna ein drängendes Verlangen nach Wasser, somit machte sie sich auf zur Wassersuche. Das vor Durst beinahe verschmelzende Mädchen begab sich ohne jegliche Bedenken an den sich in der Umgebung befindenden Sumpf ins Wasser, bückte sich und trank gierig davon. Plötzlich bemerkte sie ein Jucken und eine Erleichterung ihrer Haut, welche in die Berührung mit dem Wasser kam. Das hübsche Mädchen sprang ins Wasser. Ihre Schmerzen ließen nach. Als sie aus dem Wasser ging, legte sie sich in einen tiefen Schlaf, da sie sehr erschöpt war. Als Suna aus ihrem Schlaf erwachte, merkte sie, dass ihre Schmerzen gelindert waren und dass die Pocken zum austrocknen neigten. Sie verbrachte eine Woche am Wasser. Nach einer Woche heilten ihre Wunden vollkommen. Als Suna bemerkte wie gut ihr das Wasser tat und dass sie nun wieder ihre frühere Schönheit besaß, war sie überglücklich. Die Wächter, die sich in der Nähe befanden, gingen zu ihr, als sie bemekten, dass Suna geheilt war. Sie erzählte ihnen, was mit ihr geschah und sie kehrten gemeinsam zurück ins Schloß. Der sich aus lauter Kummer um seine Tochter in großer Trauer befindende König Midas konnte seinen Augen nicht trauen, als er seine vollkommen gesunde Tochter wieder sah. "Sag mir welcher Arzt dich geheilt hat und ich mache ihn zu dem Chefarzt aller Zeiten!" jubelte er. "Mich hat nicht ein Arzt, sondern das warme Wasser auf deinem Land geheilt" erwiderte ihm seine Tochter. "Lasst uns dort sofort ein Heißwasserbad (Hamam) gründen. Es solle allen Leidenden geholfen werden" befahl der König. Man nimmt an, dass diese Thermalbäder seit Zeiten der Phrygien herschen.
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